Worum es geht

Mindfulness | Heartfulness


Achtsamkeit meint die natürliche Fähigkeit, im Augenblick zu SEIN. Wir öffnen uns für das augenblickliche Geschehen ohne zu bewerten oder gleich zu handeln - Beobachten und SEIN Lassen. Achtsamkeit verfolgt kein Ziel. Es reicht aus wahrzunehmen, was im Moment geschieht - immer wieder neu. Im Buddhismus wird diese Haltung als Anfängergeist bezeichnet.

Achtsamkeit schafft inneren Freiraum. Der Autopilot, mit dem wir meist durchs Leben eilen, wird unterbrochen. Neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Entspannung wird möglich. Vielleicht beginnen wir unser Leben auch auf eine tiefere Weise zu verstehen.

Achtsamkeit ist eine Entdeckungsreise in die Wirklichkeit hinein. Wir erforschen alle Aspekte unseres Seins. - Bin ich bereit, wirklich Hier und Jetzt zu SEIN? - Kann ich dem Augenblick freundlich begegnen, auch wenn er sich gerade nicht angenehm anfühlt? - Wie kann ich damit sein?

Eine authentische Achtsamkeitspraxis entwickelt in uns die Fähigkeit immer klarer und feiner wahrzunehmen. Untrennbar davon ist die Entwicklung von Mitgefühl. Ohne Mitgefühl fehlt die transformierende Kraft des Herzens. Klares Sehen und Mitgefühl werden traditionell als die zwei Flügel der Achtsamkeit bezeichnet (Mindfulness - Heartfulness).

Die heilsame und streßreduzierende Qualität von Achtsamkeit findet weltweit Anwendung im Gesundheitswesen, in Psychotherapie und Pädagogik sowie im Wirtschaftsleben.



"Wenn man in der Erwartung lebt, dass sich in der Zukunft wundervolle Dinge ereignen werden, hört man nicht das Geräusch von Wind und Regen, den Atem und das Schlagen des Herzens in diesem Augenblick."  (Toni Packer)



Sitzen und Atmen

Achtsamkeitsmeditation

In der Achtsamkeitsmeditation üben wir stilles Sitzen mit Beobachtung der natürlich fließenden Atmung. Körper und Geist kommen dadurch langsam zur RUHE. Auf der Basis innerer Ruhe nehmen wir alle Phänomene achtsam wahr, die im Geist auftauchen und vergehen - Körperempfindungen, Sinneserfahrungen, Gefühle, Stimmungen, Gedanken. Wir lernen unser Innenleben kennen. Dabei treffen wir auf Erfahrungen, die angenehm sind oder auch unangenehm.

Mit der Zeit lernen wir, unser Gewahrsein - unser Herz - für alle Erfahrungen zu öffnen. Gleichmut und Selbstakzeptanz entwickeln sich. Verankert in der Erfahrung des Augenblicks wird Daseinsfreude und Sinnfindung möglich, die unabhängig von äusseren Bedingungen ist.


Achtsamkeitsmeditation führt zu innerer Ruhe und tieferem Verstehen. Ein aufgewühlter und unruhiger Geist kann nicht klar erkennen oder tiefer schauen. Erst mit einem ruhigen und gesammelten Geist erkennen wir die Vorgänge in uns und um uns herum mit mehr Klarheit und Gelassenheit. Wir verstricken uns weniger in unseren Gewohnheitsmustern und gewinnen Freiheit.

Meditation kann uns in tiefe Stille führen, die uns von innen heraus erneuert. Hier können auch tiefe Einsichten möglich werden. Sie beinhalten das Erkennen der Prozesshaftigkeit allen Lebens (Vergänglichkeit) und die Illusion eines festen, unveränderlichen Ich-Empfindens.


"Die Kunst des Lebens besteht weder darin, sich sorglos treiben zu lassen, noch darin, ängstlich an allem anzuhaften. Lebenskunst heißt, jedem Augenblick gegenüber sensibel zu sein, ihn als neu und einzigartig zu betrachten, während der Geist offen und empfänglich bleibt." (Alan Watts)


Herbert Dietrich | MBSR-Lehrer

Raum für Achtsamkeit und Meditation

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