Meditation

Ruhe und Klarheit entwickeln


In der Achtsamkeitsmeditation üben wir uns im stillen Sitzen mit Beobachtung der natürlich fließenden Atmung. Körper und Geist kommen dadurch langsam zur Ruhe. Auf der Basis innerer Ruhe nehmen wir alle Phänomene achtsam wahr, die im Geist auftauchen und vergehen - Körperempfindungen, Sinneserfahrungen, Gefühle, Stimmungen, Gedanken. Wir lernen unser Innenleben kennen. Dabei treffen wir auf Erfahrungen, die angenehm sind oder auch unangenehm. Mit der Zeit lernen wir, unser Gewahrsein - unser Herz - für alle Erfahrungen zu öffnen. Gleichmut und Selbstakzeptanz entwickeln sich.

Achtsamkeitsmeditation führt zu innerer Ruhe und tieferem Verstehen. Ein aufgewühlter und unruhiger Geist kann nicht klar erkennen oder tiefer schauen. Erst mit einem ruhigen und gesammelten Geist erkennen wir die Vorgänge in uns und um uns herum mit mehr Klarheit und Gelassenheit. Wir verstricken uns weniger in unseren Gewohnheitsmustern und gewinnen innere Freiheit. Verankert in der Erfahrung des Augenblicks wird Daseinsfreude und Sinnfindung möglich, die unabhängig von äusseren Bedingungen ist.



Einsicht entwickeln

Tiefe Einsicht wird durch innere Sammlung erst möglich und beinhaltet das Erkennen der Prozesshaftigkeit allen Lebens (Vergänglichkeit) und der Illusion eines festen, unveränderlichen Ich-Empfindens. Festhalten und Nichthabenwollen als Vermeidungsreaktionen unserer Ich-Struktur auf den Fluss des Lebens können mit der Zeit losgelassen werden. Ein offener und weiter innerer Raum lässt uns unsere Verbundenheit mit allem Leben erkennen. 

Achtsamkeitsmeditation stammt aus der buddhistischen Weisheitstradition. Sie können diese Form von Meditation aber völlig unabhängig von Ihrem weltanschaulichen Hintergrund ausüben. Achtsamkeitsmeditation ist wesentlicher Bestandteil des MBSR- Curriculums, vorbereitet durch Bodyscan und achtsame Bewegungsübungen. Kum Nye - das tibetische Yoga - ist eine besonders körperzentrierte Form von Achtsamkeitsmeditation.