Achtsamkeitsmeditation

"Wenn du die Berührung mit der inneren Stille verlierst, verlierst du den Kontakt mit dir selbst. Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich in der Welt." (Eckart Tolle)


Achtsamkeitsmeditation stammt ursprünglich aus der buddhistischen Weisheitstradition. Sie können diese Form von Meditation aber völlig unabhängig von Ihrem weltanschaulichen Hintergrund ausüben. Achtsamkeitsmeditation ist ein wesentlicher Bestandteil des MBSR-Curriculums. Im Kum Nye  (tibetisches Yoga) üben wir eine besonders körperorientierte Form von Achtsamkeitsmeditation. Sitzen in Stille führt zu innerer Sammlung und Einsicht.




Sitzen und Atmen

In der Achtsamkeitsmeditation üben wir uns im stillen Sitzen mit Beobachtung der natürlich fließenden Atmung. Körper und Geist kommen dadurch langsam zur Ruhe. Auf der Basis innerer Ruhe nehmen wir alle Phänomene achtsam wahr, die im. Geist auftauchen und vergehen - Körperempfindungen, Sinneserfahrungen, Gefühle, Stimmungen, Gedanken. Wir lernen unser Innenleben kennen. Dabei treffen wir auf Erfahrungen, die angenehm sind oder auch unangenehm. Mit der Zeit lernen wir, unser Gewahrsein - unser Herz - für alle Erfahrungen zu öffnen. Gleichmut und Selbstakzeptanz entwickeln sich. Verankert in der Erfahrung des Augenblicks wird Daseinsfreude und Sinnfindung möglich, die unabhängig von äusseren Bedingungen ist.

Ruhe und Einsicht entwickeln

Achtsamkeitsmeditation führt zu innerer Ruhe und tieferem Verstehen. Ein aufgewühlter und unruhiger Geist kann nicht klar erkennen oder tiefer schauen. Erst mit einem ruhigen und gesammelten Geist erkennen wir die Vorgänge in uns und um uns herum mit mehr Klarheit und Gelassenheit. Wir verstricken uns weniger in unseren Gewohnheitsmustern und gewinnen Freiheit. Meditation kann uns in tiefe Stille führen, die uns von innen heraus regeneriert und erneuert. Hier wird auch tiefe Einsicht möglich. Sie beinhaltet das Erkennen der Prozesshaftigkeit allen Lebens (Vergänglichkeit) und der Illusion eines festen, unveränderlichen Ich-Empfindens.


Die buddhistische Meditationslehrerin Tenzin Palmo über Meditation:

"Viele Menschen glauben, dass Meditation viel Anstrengung erfordert und etwas ist, was man erreichen muss. Wir halten an der Idee fest, dass es etwas ist, wozu wir uns zwingen müssen und dass wir damit entweder erfolgreich sein oder scheitern werden. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass Meditation damit gar nichts zu tun hat. Es ist nur das fixierte Ich, der Anspruch, ein/e Meditierende/r sein zu wollen. Das tiefe Geheimnis der Meditation besteht darin zu lernen, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und darin, vollkommen offen und entspannt zu sein. Es ist kein Akt des Erlangens, es ist ein Prozess des Verlierens, des Loslassens – loslassen, loslassen, loslassen. Dies zu verstehen ist wirklich sehr wichtig, besonders in unserer jetzigen Zeit, wo wir alle darauf programmiert sind etwas zu bekommen. Es geht nicht darum, was man bekommt sondern darum, was man loslassen kann."


Herbert Dietrich | MBSR-Lehrer

Raum für Achtsamkeit und Meditation

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